Die ökumenische Initiative „Ich brauche Segen“ möchte neue Kraft spenden und mitten im Alltag „Segenstankstellen“ aufstellen. Ein goldfarbener Aufkleber mit dem
schlichten Satz „Ich brauche Segen“ führt über einen QR-Code bzw. die Internetseite www.segen.jetzt auf Segensworte, die gelesen oder
als Audio zugesprochen werden können. Beispiel gefällig? „Gott lasse dich erfahren: Du bist schön!“
Wir suchen Segen nicht nur im Alltag, sondern im Besonderen in unserer Kirche bzw. im Gottesdienst und an wichtigen Momenten in unserem Leben: Bei Taufe, Einschulung, Konfirmation, Trauung, Geburtstag, Tischgebet, Jubelkonfirmation, abends und morgens. Und die meisten dieser Momente begehen wir in unserer Kirche. Wir suchen den Segen Gottes, damit er unsere Lebensgrundlage sichert, denn in letzter Konsequenz kommt alles in unserem Leben von ihm, unserem Schöpfer und Vater im Himmel. Wir suchen Segen für Bewahrung und dass er aus dem Nichts – oder aus der vorhandenen Liebe Vorrat, Besitz, Begabungen, Zuneigung, Kompetenzen und Wissen – mehr macht.
Jakob aus der Bibel versucht Gott im Kampf so lange festzuhalten, bis Gott ihn segnet. Wir dürfen verzweifelt, emotional, traurig, wütend, ängstlich und energiegeladen Gott
erinnern, dass er uns segnet. Gott segnet meist nicht nur für uns selbst, sondern damit wir anderen zum Segen werden. Aus dem selbstbezogenen, egoistischen, betrügerischen Jakob wird einer, der Gottes Segen erfahren hat und so zum Segen für seinen Bruder Esau wird. Jakob entwickelt sich von einem Menschen, der aus Sorge um sich selbst andere betrügt, zu einem Menschen, der alles von Gott erwartet. So wird er großzügig zu seinen Mitmenschen, weil er Gott vertraut, dass er ihn gut versorgt.
Manchmal müssen wir Gottes Segen in unserem Leben „erringen“, durch Leid und Dürrezeiten hindurch. Für was benötigen Sie heute den Segen Gottes? Für die Familie, für Trauer, für Liebe, für Hoffnung, für Bewahrung, für Kraft Lassen Sie Gott nicht los, bis er Sie erhört. Und seien Sie bereit, Ihren Segen zu teilen.
Gottes überreichen Segen wünscht
Ihr Pfarrer Jonathan Gerber