Nach dem großen Philosophen Immanuel Kant, gibt es drei wichtige Fragen, die sich jeder Mensch stellt:
1. Was kann ich wissen? Mit Sokrates gesprochen: Ich weiß, dass ich nichts weiß und mein Wissen ist ziemlich begrenzt. Aber eines darf ich wissen: Durch die Taufe bin ich ein geliebtes Kind Gottes.
2. Was kann ich tun? Da schaue ich in die Bibel und berate mich
mit Kollegen und Freunden.
3. Was kann ich hoffen? Gute Frage: Was darf ich denn hoffen? Der christliche Glaubebe hauptet, Hoffnung zu kennen, zum Beispiel Hoffnung auf Vergebung oder Hoffnung auf ewiges Leben.
Ich habe Google gefragt, worauf die Deutschen ihre Hoffnung setzen. Es kamen viele Einträge zur wirtschaftlichen Situation in Deutschland, dass sich Unterneh men Hoffnungen machen durch die Entwicklungen an Märkten in Asien, dass die Regierung bestimmte Rege lungen aufhebt oder Gesetze verab schiedet. Menschen haben mit ihrer Hoffnung auf eine bessere Zukunft auch schon einmal auf den tech nischen Fortschritt gesetzt. Diese Hoffnung hat sich in den industriell geführten Kriegen, wie dem ameri kanischen Bürgerkrieg oder dem 1. und 2. Weltkrieg nicht erfüllt.
Und schließlich setzen Menschen ihre Hoffnung in andere Menschen und werden enttäuscht. Oder sie setzen ihre Hoffnung auf sich selbst. Was ist aber, wenn ich oder andere Menschen Ohnmachtser fahrungen machen, die eigenen Ressourcen nicht reichen, die Gesundheit schwindet, man an die Grenze der eigenen Liebe kommt. Was gibt Hoffnung, die bleibt, die nicht weggenommen wird, die nicht enttäuscht wird. Hoffnung, die ein festes Fundament für meine Zukunft ist. Hoffnung, die mir Kraft gibt, Dinge anzupacken und zu verändern. Ich habe sehr interessante Tipps von der Schweizer Heilsarmee gefunden, damit ich mehr Hoffnung in mein Leben bekomme.
1. Ich lese positive Nachrichten und Erfolgsgeschichten.
2. Ich suche die Gesellschaft von positiven Menschen, die mich wertschätzen und unterstützen.
3. Ich spreche mir selbst Mut oder Trost zu, wie ich es einem guten Freund tun würde.
4. Ich erinnere mich an frühere Erfolge, an das, was ich im Leben schon gemeistert habe. Das hilft, das Selbstvertrauen zu stärken und positiver auf künftige Her ausforderungen zu blicken.
5. Ich setze mir kleine Ziele.
6. Ich schöpfe Hoffnung aus dem Gebet. Ich bin ein Kind Gottes, er hört mir zu. Ich bin mit meinen Sorgen und Anliegen nicht allein.
7. Ich finde Hoffnung in der Bibel. Zum Beispiel bei Jeremia 29,11: „Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der HERR: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung“.
Ich will gezielt Situationen und Ressourcen suchen, in denen Gott meine Hoffnung am Leuchten hält. Was trägt dich in schweren Zeiten? Was tut dir gut?
- sich mit Freunden austauschen und füreinander beten
- ein Spiel am Handy am Abend, um abzuschalten
- eine Serie auf Netflix
- Zweisamkeit abends bei einem Drink
Eigene solche Räume zu finden und entdecken, wo Gott Ihre Hoffnung am leuchten hält, wünscht Ihnen Ihr Pfarrer
Jonathan Gerber