(c) by wolfgang teuber pixelio.deLiebe Leserin, lieber Leser,
haben sie es schon wahrgenommen? Die Zeit des verlängerten Sommers ist vorbei, auch wenn die Sonne ab und zu mit hoher Temperatur in dieser Jahreszeit scheint. Die Blätter der Bäume sind buntgemischt und fallen ab. Das ist ein Zeichen des Jahreswechsels. Der Herbst ist da und der Winter steht vor der Tür.
Menschen fragen Gott nach Zeichen. Dadurch wollen sie bestätigen, dass Gott mit ihnen sprechen bzw. erfüllen wird, was er ihnen

zugesagt hat. Das Alte Testament erzählt von einem jungen Mann mit Namen Gideon, der Gott um Zeichen für seine Berufung bat. Im Neuen Testament gab Gott selbst den Weisen aus Morgenland Zeichen, damit sie den Heiland der Welt erkennen, Jesus Christus, der in Bethlehem geboren war. „An folgenden Zeichen werdet ihr das Kind erkennen: Es ist in Windeln gewickelt und liegt in einer Futterkrippe.“ Lukas 2,12
Die Jünger baten Jesus um Zeichen, die das Ende von allem erkennen lassen. Jesus erzählte ihnen unter anderem von Kriegen und Kriegsgerüchten, die sie hören werden, und auch von Erdbeben und Hungersnöten, die es an vielen Orten der Welt geben werde. „Wenn ihr seht, dass das alles geschieht, dann wisst ihr: „Das Ende ist nahe. Der Menschensohn steht vor der Tür.“ Markus 13,29.
„Das Ende ist nahe…“ Die vorangekündigten Zeichen Jesu Christi gehen seit Jahren in Erfüllung. Viele Menschen erleben diese schrecklichen Ereignisse in vielen Krisengebieten unserer Welt. Das Ende ist nahe. Unser Kirchenkalender ist am vergangenen Sonntag, am Ewigkeitssonntag, zu Ende gegangen. Das Ende ist nahe. Es bleibt noch dreißig Tage bis zum Ende des Jahres 2018.
Das Ende ist nahe. So auch naht das Leben jedes Menschen jeden Tag in dieser Welt dem Ende. „Lehre uns zu bedenken, wie wenige Lebenstage uns bleiben, damit wir ein Herz voll Weisheit erlangen.“ betete Mose zu Gott im Psalm 90,12. Wo werde ich meine Ewigkeit verbringen, wenn alles zu Ende gehen würde. „Wer an den Sohn glaubt, hat das ewige Leben…“ sagt Jesus im Johannesevangelium 3.
„…Der Menschensohn steht vor der Tür.“ Wir blicken auf die Zukunft und bereiten uns auf das Wiederkommen des Menschensohnes vor. Er wird herabkommen, um alle zu sich zu nehmen, die an ihn geglaubt haben, so sagte Paulus den Thessalonichern (1. Thess. 4,16). Wir bereiten uns auf die Wiederkunft des Herrn vor und denken gleichzeitig an sein Kommen als Mensch in unsere Welt vor ca. zweitausend Jahren nach. So feiern wir den Advent am Beginn unseres Kirchenkalenders. Der Advent, eine Zeit, in der wir uns auf die Geburt des Gottessohnes, des Herrn Jesus Christus, besinnen. Er steht vor der Tür und kommt in unsere Welt. Er kommt zu uns und will bei uns wohnen. Er kommt zu mir persönlich und will etwas Neues mit mir beginnen. Er schenkt mir den Frieden und das ewige Leben durch den Glauben an ihn.
„Macht hoch die Tür, die Tor macht weit; es kommt der Herr der Herrlichkeit, ein König aller Königreich, ein Heiland aller Welt zugleich, der Heil und Leben mit sich bringt;…“ schrieb Georg Weissel (1623).
In diesem Sinn wünsche ich Ihnen / Euch allen eine gesegnete Besinnungszeit und im Voraus frohe Weihnachten.
Ihr Vikar
Emmanuel Ndoma