Monatsspruch August

Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm.                                                            
1. Johannes 4, 16

(c) handarbeit - rosel eckstein pixelio.deLiebe Leserin, lieber Leser,

Jesus konnte so von Gott und seinem Reich erzählen, dass die Menschen, die ihm zuhörten, spürten: So hat noch niemand von Gott erzählt. Wenn Jesus spricht, dann ist Gott uns ganz nahe. Die Jünger von Jesus haben das auch gespürt. Wenn Jesus redet, dann bekommen Menschen einen anderen Blick auf das Leben. Und manchmal weisen uns ganz einfache Geschichten aus dem Leben auf so einen Blickwechsel hin. Wie die folgende Geschichte:
Sofia hatte den ganzen Tag draußen gespielt,

doch jetzt war sie müde, wollte reinkommen und sich ein wenig ausruhen. Sie zog ihre Schuhe aus und warf sie in die Ecke, nahm sich ein Glas Saft, setzte sich auf den Boden und lehnte sich an die Beine ihrer Mutter.
Neugierig schaute sie nach oben, um zu sehen, womit ihre Mutter gerade beschäftigt war. Sie sah, dass ihre Mutter etwas nähte. Sie hatte eine Nadel hervorgeholt und eine Menge Garn in unterschiedlichen Farben. Sofia saß lange still auf dem Boden und schaute zu, während ihre Mutter nähte. Aber schließlich konnte Sofia sich nicht mehr länger zurückhalten: „Du Mama, also…, es macht wirklich nichts, dass du nicht so gut nähen kannst. Ich finde, du bist trotzdem die beste Mama der Welt.“ Sofias Mama lachte ein wenig und fragte, was sie meinte. „Ja, also…, das wird ja nicht so schön, was du da gerade nähst“, sagte Sofia und richtete sich ein wenig auf. „Das sind doch ganz schön viele Knoten und so. Man kann nicht mal erkennen, was es eigentlich darstellen soll. Aber das macht nichts. Ich mag dich auf jeden Fall“, sagte sie tröstend. Jetzt lachte Sofias Mutter noch mehr und forderte Sofia auf, sich auf ihren Schoß zu setzen. Dann breitete sie die Stickerei vor ihr aus. „Du hast das Gestickte von untern angeschaut“, erklärte die Mutter Sofia. „Aber schau mal, wie das von mir aus aussieht. Die Knoten auf der Rückseite haben eine Bedeutung und einen Sinn. Und das, was von hinten wie ein einziges großes Durcheinander aussieht, ergibt auf der Vorderseite ein hübsches Bild.“
Sofias Mutter legte die Stickerei beiseite und nahm Sofia in den Arm. „Und weißt du was“, sagte sie, „manchmal verhalten wir Erwachsene uns ganz genau wie du. Aber wir sind nicht immer so liebevoll, wie du es gerade warst, wenn wir uns an Gott wenden und sagen: „Gott, mein Leben ist ein einziges großes Durcheinander. Überall sind nur Knoten und nichts ergibt einen Sinn. Warum unternimmst du nichts dagegen?“, werfen wir ihm vor. Und dann, glaube ich, sagt Gott über unser Leben genau das, was ich eben zu dir über die Stickerei gesagt habe. „Komm und setz dich auf meinen Schoß. Du siehst nur ein sinnloses Durcheinander von Knoten. Aber ich bin gerade mit dem
Stickmuster deines Lebens beschäftigt – und das Ergebnis wird wunderschön werden!“
Dass sie in dieser sommerlichen Zeit immer wieder Gelegenheiten suchen und finden, in denen Sie sozusagen auf dem Schoß Gottes sitzen und zur Ruhe kommen und ihm zuhören und Ihr Leben unter dem liebenden Blick Gottes neu sehen und sich über seine Nähe freuen, das wünsche ich Ihnen von Herzen.
Ihr Pfarrer
Reinhold Pfindel

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