Monatsspruch Juni

Vergesst die Gastfreundschaft nicht; denn durch sie haben einige, ohne es zu ahnen, Engel beherbergt.                                
Hebräer 13, 2

(c) by S. Hofschlaeger pixelio.deLiebe Leserin, lieber Leser,
es gibt Menschen, in deren Gegenwart man sich gleich wohlfühlt und die einen faszinieren. So einem Menschen bin ich vor einiger Zeit während einer Fortbildungstagung  begegnet. Er strahlte eine Freude aus, die sich auf die ganze Teilnehmergruppe übertrug. Diese ansteckende Fröhlichkeit wurde auch nicht kleiner, als

das Nachdenken tiefschürfender und das Nachfragen zu dem, was er vorgetragen hatte, hartnäckiger wurde. Die ausstrahlende Freude dieses Menschen hat mich erinnert an ein Gedicht über die Freude, in dem es heißt: 
„Freude ist etwas, was man nicht kaufen kann,
sie liegt nicht auf der Straße umsonst für jedermann.
Die Freude wird begehrt, begehrt von Jung und Alt,
ein Leben ohne Freude ist sinnlos und ist kalt.“
Freude ist ein wesentlicher Teil menschlicher Lebensqualität. Aber der Alltag zeigt, es ist gar nicht so selbstverständlich, dass die Freude unser Lebenselement  ist.

Wer reich ist, ist nicht automatisch mit Freude beglückt. Und Menschen, denen es gut geht, sind nicht automatisch Menschen voller Freude. Manchmal  erschrecke ich, wie viele Menschen mit freudlosem Gesichtsausdruck ich vorbeilaufen sehe. Und noch mehr erschrecke ich, wenn ich merke, dass ich selber  vergessen habe, wie viel Gründe und Anlässe zur Freude es im Leben – auch in meinem – wirklich gibt. Der Mensch, den ich am Anfang erwähnte, hat mich  erinnert: Du hast Grund zur Freude. Ziemlich viele Gründe sogar. Da sind die Menschen, mit denen du in Freundschaft und in Liebe verbunden bist: deine Partnerin, deine Kinder, die Eltern, Freunde, Geschwister in der Gemeinde. Du hast eine Arbeit, die dich erfüllt. Und vieles mehr. 
Und noch etwas. In dem Gedicht über die Freude  heißt es in einer weiteren Strophe:

„Freude ist nur da, wo man geborgen ist,
sie wird bei dem entstehen, der weiß: Ich bin ein Christ,
der weiß, ich bin geborgen, geborgen Tag für Tag,
und was auch immer kommen mag, nur eines immer sagt:
Jesus, meine Freude, meine Freude an jedem Tag.“
Ich glaube, der Dichter dieser Worte hat im Nachdenken über die Freude sehr tief gebohrt. Er ist bis zur Fundamentschicht durchgedrungen. Für ihn ist Jesus Christus der tiefste und durchtragende Grund der Freude. Wer an den auferstandenen Jesus Christus glaubt, hat den größten Schatz gefunden, den es gibt. Und mit ihm das Lebensfundament, das nie zerbricht, auch wenn manches oder vieles in unserem Leben kommt, was uns nicht gefällt oder was uns wehtut  der was  uns in ein Scheitern führt. Christus ist das Lebensfundament, das allen Lebensstürmen standhält. Er sagt: „Euer Herz soll  sich freuen, und eure Freude soll
niemand von euch nehmen.“ (Johannes 16,22)
Die christliche Kirche lebt im Lauf des Kirchenjahres jetzt in der österlichen Freudenzeit. Dieser Abschnitt des Kirchenjahres ruft uns in Erinnerung: Es gibt eine Alternative zum Jammern. Wir haben Grund zur Freude. Wer Ostern kennt, muss nicht mehr verzagen. Wer Ostern kennt, lernt jeden Tag neu vertrauen: „Jesus, meine Freude an jedem Tag.“ Wir sind alle eingeladen zur Freude. Martin Luther meinte: „Die Freude ist der Doktorhut des Glaubens“.  
Dass Sie sich freuen können und dass die Freude in Ihrem Leben überfließt, wünscht Ihnen von Herzen 
Ihr
Pfarrer Reinhold Pfindel

Nächste Veranstaltungen

22.06.2018 - 0:00 Uhr
Besuch aus der Partnergemeinde Zapel-Demen
23.06.2018 - 0:00 Uhr
Besuch aus der Partnergemeinde Zapel-Demen
24.06.2018 - 0:00 Uhr
Besuch aus der Partnergemeinde Zapel-Demen
01.07.2018 - 9:30 Uhr
Kirchweih-Gottesdienst
08.07.2018 - 9:30 Uhr
NiKis

(c) Radpilgerweg

Radioandachten

radio

Alle Beiträge der Radio 8 – Andachten “Nachgedacht” zum Nachhören

Statistik

Insgesamt 144323

Zum Seitenanfang
Hinweis: Durch die Nutzung dieser Internetseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.
Weitere Informationen OK