Monatsspruch November

Gott spricht: Ich will unter ihnen wohnen und will ihr Gott sein und sie sollen mein Volk sein.
Hesekiel 37,27

 

spinnennetzLiebe Leserin, lieber Leser,
seit ich der Geschichte von der kleinen Spinne das erste Mal begegnet bin, fasziniert sie mich jedes Mal wieder, wenn ich mich an sie erinnere. Gerne erzähle ich sie hier weiter. Die kleine Spinne lebte in ihrem Netz herrlich und in Freuden. Alles war gut, bis sie hörte: Du, die Welt ist anders geworden; du musst dich anpassen; du musst Altes aufgeben; du musst rationalisieren; du bist altmodisch; du brauchst eine effektivere Vernetzung. Die Spinne war nie aufgeregt, aber der Vorwurf der Rückständigkeit  machte sie nervös. Umgehend inspizierte

sie ihren Betrieb. Aber kein Faden war überflüssig, jeder war für das Geschäft dringend nötig. Fast verzweifelt und wegen dieser Aufregung einem Herzinfarkt nahe, fand sie schließlich einen Faden, der senkrecht nach oben verlief. Dieser Faden hatte noch nie seinen Wert erwiesen. Dieser Faden  nach oben war wirklich überflüssig! – Schnell biss sie den Faden ab. Was passierte? Das ganze Netz fiel in sich zusammen und ging kaputt. Es war der Faden, an dem das ganze Gewebe aufgehängt war. An diesem einen Faden nach oben hing alles.   

Mit dieser Spinnengeschichte verbinde ich verschiedene Gedanken und Erfahrungen, die auch für mein Leben gelten. In der Tat hat sich das Leben in den letzten 50 Jahren rasant verändert; ich vermute, das wird auch in den nächsten 50 Jahren weiter gehen. Altes muss aufgegeben werden, das ist nicht zu leugnen. Das kann auch  sehr befreiend wirken. Man kann aber auch das Kind mit dem Bade ausschütten. Wie die kleine, nervös gewordene Spinne, die in ihrer Panik verkannte, was dieser eine  Faden nach oben für sie bedeutete. Diese Erfahrung möchte ich gerne weitergeben: Es gibt etwas, das mein Leben hält und zusammenhält. Darauf kann ich mich  verlassen, wenn alle Stricke reißen: dass Gott mich hält. Das habe ich bei Jesus Christus gelernt.  
Wer auf den Glauben an Gott verzichtet, schneidet von sich aus die Verbindung zu Gott ab – die kleine Spinne lässt grüßen. Aber dabei muss es ja nicht bleiben. Denn das Beste ist: Wir dürfen neu anknüpfen. Uns neu auf Gott einlassen. Er ist ganz nah bei uns, nur ein Gebet weit  entfernt.  Und  in  unseren christlichen  Gemeinden  gibt  es viele unterschiedliche Möglichkeiten, an den Verbindungsfaden zu ihm wieder anzuknüpfen. Und zu erfahren: Gott lässt uns nicht hängen. Er hält zu uns. Das hat er uns in Jesus Christus verbürgt.
Gönnen Sie sich eine Inspektion – die Ferien- und Urlaubszeit bietet sich dafür an. Und überprüfen Sie doch mal Ihren „Draht nach oben“. Ich wünsche Ihnen damit gute,
vielleicht ja auch überraschende Erfahrungen und eine schöne Sommerzeit.
Ihr Pfarrer  
Reinhold Pfindel

Nächste Veranstaltungen

22.11.2017 - 8:30 - 14:00 Uhr
KinderBibelTag an Buß- und Bettag
26.11.2017 - 0:00 Uhr
Ewigkeitssonntag
03.12.2017 - 13:00 - 19:00 Uhr
Adventsmarkt
05.12.2017 - 19:30 Uhr
Frauenkreis
09.12.2017 - 14:00 Uhr
Meditation und Malen

(c) Radpilgerweg

Radioandachten

radio

Alle Beiträge der Radio 8 – Andachten “Nachgedacht” zum Nachhören

Statistik

Insgesamt 140938

Zum Seitenanfang